Kübler Holzwerk Graf & Kübler Abbundzentrum

Lesen Sie den Bericht hier: Schwabo – Bericht, August 2022

Landwirtschaftsministerium: Holz wichtig für Baubranche

Das Brettsperrholz, das in der 13.000 Quadratmeter großen Halle produziert werden soll, ist besonders für das mehrgeschossige Bauen mit Holz oder Tragwerkskonstruktionen bedeutend. Im Bausektor muss laut Hauk dringend umgesteuert werden, um die massiven CO2-Emissionen zu senken und gleichzeitig zukunftsfähige Lösungen für die anstehenden Bauaufgaben zu liefern. „Ich bin überzeugt, mit dem Holzbau ist das möglich“, so Minister Hauk im Rahmen der Werksführung.

„Unser Land will die Trends für nachhaltige und klimafreundliche Wirtschaftsmodelle setzen, um den Wohlstand von morgen zu sichern.“

Peter Hauk (CDU), Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg
Schwarzwald Sägewerk
In Seewald-Besenfeld ist durch eine Kooperation von drei traditionellen Schwarzwälder Sägewerken und Holzunternehmen das HolzBauWerk Schwarzwald entstanden.

Holz soll regional und nachhaltig verarbeitet werden

Insgesamt sind drei Holzproduzenten an dem Projekt beteiligt. Einer von ihnen ist Manuel Echtle, Geschäftsführer des gleichnamigen Sägewerks. Im Gespräch mit dem SWR sagte er, dass bei der Produktion nicht nur die Regionalität im Vordergrund stünde, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit. Das Holz würde vor Ort getrocknet und die Wärmeenergie, die hierfür notwendig ist, werde aus den Abfällen mithilfe eines eigenen Heizkraftwerkes hergestellt.

SWR Reporterin Anna Priese war vor Ort und hat mit Manuel Echtle und Peter Hauk über die neue Bauholz-Produktionsstätte gesprochen:

Bislang gibt es keine vergleichbare Produktionsstätte in der Region mit ähnlich großer Kapazität. Um die baden-württembergischen Klimaziele zu erreichen, sei „eine leistungsfähige Brettsperrholzproduktion im Schwarzwald ein wichtiger Baustein“, so Hauk.

Mit Holz aus der Region vom Weltmarkt unabhängig werden

Baden-Württemberg will Vorreiter im Bereich Holzbau werden, weshalb das Werk als Leuchtturmprojekt vom Land gefördert wird. Regionale Produktionskapazitäten für Holzbauprodukte aufzubauen sei vor allem in der aktuellen Situation von höchster Bedeutung. Mit dem eigenen Holz aus der Region könne man sich vom Weltmarkt unabhängig machen und durch einen produktionsnahen Standort und kurze Lieferketten einen Teil zum Klimaschutz beitragen. Laut Hauk ist bislang Österreich führend im Sektor Brettsperrholz.

Land startete Holzbau-Offensive 2018

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat Ende 2018 die sogenannte Holzbau-Offensive ins Leben gerufen, um die Baubranche zukunftsfähig zu machen. Ziel sei es, eine klimafreundliche Baukultur mit Holz im Land zu unterstützen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Unter anderem sollen der Holzbau gefördert, Bildungsprogramme aufgesetzt und die Digitalisierung im Bereich Holzbau vorangetrieben werden. Baden-Württemberg errichte eigene Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen soweit wie möglich in Holz- oder Holzhybridbauweise, so das Landwirtschaftsministerium.

Sendung vom Mi., 10.8.2022 16:00 Uhr, SWR4 BW Regional aus dem Studio Tübingen, SWR4 BW aus dem Studio Tübingen Hier lesen und anhören

Minister Hauk freut sich sehr über diese Entwicklung und erklärt, dass ein solch innovatives Fertigungsunternehmen die Spitzenstellung von Baden-Württemberg als Holzbauland Nr. 1 in Deutschland abrunde. Der Wald habe sehr wichtige ökologische Funktionen, aber erst durch die nachhaltige CO2-Speicherung seines Produkts beim Holzbau, werde die maximale ökologische Wirkung des Waldes erreicht. Er sage daher eindeutig Ja zur Holzverwendung.

Brettsperrholz oder auch CLT wie Cross Laminated Timber, ist ein modernes Holzbau- Produkt, das mehrschichtig und vollkommen massiv aus Schnittholz hergestellt wird. Durch seine kreuzweise Verklebung ist es extrem formstabil und eignet sich bestens für die Herstellung von Wänden, Decken und Dächern. Die Verwendung von einem Kubikmeter Holz (CLT) speichert etwa eine Tonne CO2 im Bauwerk.

Ein Defizit an Produktionsstätten für moderne Holzbauprodukte in BW hat dazu geführt, dass die immer mehr nachgefragten, verklebten und hoch entwickelten Produkte, außerhalb von Baden- Württemberg bestellt werden müssen, zum Nachteil der heimischen Forst- und Holzwirtschaft.

Die vom Forum Weißtanne angestoßene Machbarkeitsstudie geht nun in einer Kooperation der drei traditionellen Schwarzwälder Sägewerks- und Holzweiterverarbeitungsunternehmen Echtle (Nordrach), Kübler (Haiterbach) und Streit (Hausach) auf.

Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen HolzBauWerk Schwarzwald GmbH mit Sitz und Produktion in Seewald – Besenfeld (Landkreis Freudenstadt).

Der Standort Nordschwarzwald war vorgegeben durch seinen Nadelholzreichtum, durch seine leistungsfähige Säge-und Holzindustrie und durch seine zentrale Lage in BW.

Das Unternehmen plant in einer ersten Ausbaustufe die Produktion von rund 35.000 m³ Brettsperrholz pro Jahr aus regionalem Fichten- und Tannenholz.
In einer zweiten Ausbaustufe soll eine marktgerechte Kapazitätserhöhung möglich sein.

Das in Besenfeld gefertigte Brettsperrholz kann entsprechend den Kundenwünschen bereits im Werk hochveredelt werden. Insbesondere modernste CNC Abbundanlagen erlauben es, die Bauteile fertig zu konfigurieren. Sichtqualitäten in verschiedenster Ausprägung sollen einen breiten Markt bedienen. Gleichzeitig bietet das Unternehmen holzbauplanerische Unterstützung.

Sämtliche Bauarbeiten am Werk werden von einheimischen Unternehmen durchgeführt.

Gefertigt wird dann stets auftragsbezogen, völlig flexibel, auf einer Anlage die den Ansprüchen der „Industrie 4.0“ genügt. Es war den drei Unternehmern wichtig, moderne und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.
Das komplexe Maschinensystem für die CLT Fertigung samt Vernetzung wird im Wesentlichen von dem weltweit führenden, baden-württembergischen Holzbearbeitungsmaschinen-Hersteller Weinig aus Tauberbischofsheim installiert.
Die Abbundtechnik stammt von Hundegger aus Hawangen.
Da man in Besenfeld das gesamte Schnittholz für die Verarbeitung selbst technisch trocknen möchte, werden hierzu mehrere Holztrocknungsanlagen der Fa. Mühlböck gebaut. Die Produktion soll im Herbst 2022 anlaufen

Der Betrieb ist bereits auf der Suche nach 40 qualifizierten Mitarbeitern, vom Zimmerer, Schreiner, Schlosser, Holztechniker und Handwerksmeister über den Holzbauingenieur bis hin zum Vertriebsexperten.

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Das Kübler Holzwerk in Haiterbach/DE gibt es seit ca. 1850. Seit 1993 ist man im Maschinenabbund mit dem eigens dafür gegründeten Unternehmen Graf & Kübler Abbundzentrum aktiv, in dem auch Holzrahmenbauelemente gefertigt werden. Die Kombination aus Holzwerk und Abbundzentrum an einem integrierten Standort vereinfacht für den Kunden die termingerechte Baustellenlogistik. Die Hälfte des Unternehmensumsatzes kommt vom Abbund, die andere aus dem Sägewerk. Drei Mühlböck- und eine Eberl-Trockenkammer sowie ein überdachtes Hochregallager gewährleisten, dass das Holz trocken auf die Baustellen kommt.

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Im Holzwerk Kübler wird überwiegend Fichte eingeschnitten, dazu kommen Douglasie und Tanne, deren Menge man allerdings wegen der deutlich längeren Trocknungszeiten nicht forciert. Ein Einschnitt bis 70 cm Durchmesser ist mit der Hauptmaschine, einer Dopellwellenkreissäge, möglich, in der Regel wird aber in der Stärkeklasse 3 und 4 eingekauft, aus einem Umkreis bis zu 70 km. Die maximal mögliche Rundholzlänge liegt für den Einschnitt bei 14,5 m, allerdings machen Längen über 10 m unter 10 % der Aufträge aus. Kennzeichnend für den Einschnitt ist eine sehr große Flexibilität mit vielen kleinen Chargen. Bis zu 5-stielige Einschnitte sind möglich. Als Seitenware wird 23 mm und 31 mm eingeschnitten mit einer anschließenden Breitenoptimierung am Säumer. Das Sortiment des Holzwerks Kübler, zu dem auch zwei Abbundhallen und eine Elementfertigung gehören, umfasst neben Schnittholz, Holzrahmenbauelemente, Stababbund und qualitätsüberwachtes Konstruktionsvollholz („MH-Massivholz“). Geleitet wird das Werk mit 30 Mitarbeitern von den beiden Geschäftsführern Georg Kübler und seinem Sohn Jörg Kübler.

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Effizienz beginnt im Holzwerk Kübler, Haiterbach/DE, bereits auf dem Rundholzplatz. Mit dem neuen Rundholzsortier- und -transportwagen von Baljer & Zembrod, Altshausen/DE, gleichen die Einteilung und Sortierung von 27.000 fm/J Fichten-, Tannen- und Douglasienlangholz eher einem Ballett als einem groben Akt mit schwerem Gerät. Leise und präzise gleitet der Wagen samt Kran auf den Schienen dahin und unterstützt Rundholzplatzmeister Michael Raible tatkräftig. In fließenden Bewegungen greift der Kran einen Langholzstamm und zieht ihn auf den Bearbeitungstisch (Polter). Dort wird das Holz exakt vermessen. Auf Basis der ermittelten Daten (Länge, Durchmesser, Krümmung) und anhand der aktuellen Aufträge errechnet das Baljer & Zembrod-Computersystem daraus die optimalen Längen.

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